Wie gelingt wirksame Präventionsarbeit in der Praxis? Im World Café lernen die Teilnehmenden konkrete Methoden, Übungen und didaktische Konzepte kennen, die in der Rechtsextremismusprävention erfolgreich eingesetzt werden.
In kleinen Gruppen kommen sie mit Fachkräften ins Gespräch, diskutieren Einsatzmöglichkeiten und sammeln Impulse für ihre eigene Bildungs- und Präventionsarbeit.
Raum: Gartensaal
Rechtsextreme Akteure nutzen digitale Erlebniswelten, von Gaming-Chats über Social Media bis hin zu KI-generierten Inhalten, um junge Zielgruppen anzusprechen. Für die Prävention ist es schwer, diese dynamischen Trends zeitnah zu überblicken.
An unserem Thementisch stellen wir einen Chatbot vor, den wir selbst entwickelt und mit unseren Daten gefüttert haben. Die Methode der Retrieval-Augmented Generation (RAG) verbindet die Fähigkeiten großer Sprachmodelle (LLMs) mit kuratierten, fachspezifischen Wissensdatenbanken, um verlässliche, quellenbasierte Informationen zu generieren – ohne Halluzinationen herkömmlicher KIs.
Im World-Café wird die Methode interaktiv erprobt: Die Teilnehmenden testen unseren Prototypen anhand konkreter Fragen und Wissenslücken aus der praktischen Arbeit. Sie lernen durch eigenes „Prompting“, wie sich unsere Wissens-Daten niedrigschwellig abrufen lassen. Gemeinsam evaluieren wir den KI-gestützten Zugang zu Wissen in der Prävention.
Raum: Gartensaal
Die Methode bricht die Funktionsweise rechtsextremer Online-Erlebniswelten für die pädagogische Praxis herunter. Anstelle einer theoretischen Abhandlung setzt das Format auf eine geleitete Dekonstruktion von realem digitalem Bildmaterial. Die Teilnehmenden scannen per QR-Code ein aktuelles, scheinbar harmloses oder rein jugendkulturelles TikTok-Video. Entlang eines Leitfragen-Katalogs analysieren die Teilnehmenden das Video. Sie isolieren versteckte Symbole, rechtsextreme Emojis und codierte Sprache (z. B. völkische Umdeutungen von Begriffen wie „Heimat“, „Tradition“ oder „Widerstand“).
Im kollegialen Austausch erarbeiten die Teilnehmenden, welche emotionalen Triggerpunkte das Video bedient (z. B. Zukunftsangst, Identitätsstiftung). Darauf aufbauend werden Gegenpositionen für den pädagogischen Alltag gesammelt und von Tischrunde zu Tischrunde weiterentwickelt.
(Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Düsseldorf)
Raum: Gartensaal
Rechtsextreme, rassistische und antisemitische Inhalte in Klassenchats sorgen immer wieder für Schlagzeilen – und lassen Lehrkräfte, Eltern und Schülerinnen und Schüler oft ratlos zurück. Wie kann eine Schule mit privaten Klassenchats umgehen? Und welche Auswirkungen können die geteilten Inhalte auf das schulische Miteinander haben?
Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Düsseldorf stellt eine Methode vor, die zur pädagogischen Aufarbeitung in Gruppenkontexten genutzt werden kann. Ziel der Methode ist es, Jugendliche dazu zu befähigen, sich selbst gegen negative Dynamiken zu wehren. Die oft schweigende Mehrheit in Klassen/Gruppen, die mit rechten Inhalten nicht einverstanden ist, soll sichtbar gemacht und gestärkt werden.
Raum: Gartensaal
Rechtsextremistische Akteure haben ihre Kommunikationsstrategien in den vergangenen Jahren gezielt professionalisiert und auf digitale Lebenswelten junger Menschen ausgerichtet. Memes, Kurzvideos und Lifestyle-Content dienen dabei als niedrigschwellige Zugänge zu extremistischen Narrativen.
Vor dem Hintergrund wurden praxisorientierte Workshopkonzepte vom Landesamt für Verfassungsschutz Hessen in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen unter Einbindung einer gymnasialen Lehrkraft für den schulischen Einsatz entwickelt, erprobt und evaluiert. Diese Konzepte zielen darauf ab, Schülerinnen und Schüler für rechtsextremistische Erscheinungen und Strategien in sozialen Medien zu sensibilisieren, ihre Medienkompetenz zu stärken und Handlungskompetenzen zu fördern.
Die Teilnehmenden erhalten Materialien sowie methodische Hinweise zur eigenständigen Durchführung.
Raum: Gartensaal
Die Brillenparty ermöglicht Teilnehmenden, durch das Einnehmen verschiedener Perspektiven – Brillen – ein Fallbeispiel zu bearbeiten.
Es wird Fallbeispiele mit Bezug zur Erlebniswelt des Rechtsextremismus geben, es können jedoch auch eigene Fallbeispiele aus der Gruppe eingebracht werden.
Die Methode nutzt den Impuls systemischer Brillen. Indem Menschen mit bestimmten Brillen, also aus bewusst unterschiedlichen Perspektiven bzw. mit unterschiedlichen Foki auf einen Fall oder eine Situation blicken, können neue Deutungsmöglichkeiten und Handlungsmöglichkeiten entstehen. Hier ist die Bereitschaft der Teilnehmenden, eine Rolle einzunehmen und ein wenig zu experimentieren, hilfreich.
Ziel der Methode ist es zum einen, mit den Teilnehmenden ein Problem besprechbar zu machen, und zum anderen, dass die Teilnehmenden für sich als Gruppe Handlungsmöglichkeiten formulieren. Hierzu gibt es einen kurzen Impuls zu Zielen und Zielgruppen des eigenen Handelns.
Raum: Café
Rechtsextremistische Akteure nutzen gezielt Kommunikationskanäle, durch die viele junge Menschen in ihrer Lebenswelt erreicht werden können – so auch im Gaming. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben der NRW-Verfassungsschutz und der Landesverband für E-Sport NRW ein Schulungsmodul für die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern im E-Sport entwickelt. Das Modul vermittelt Hintergrundwissen zum Thema „Gaming und Rechtsextremismus“ und greift unterschiedliche Strategien auf, die rechtsextremistische Akteure nutzen, um junge Menschen im Bereich Gaming zu erreichen. Anhand praxisnaher Beispiele werden gemeinsam Handlungsmöglichkeiten erarbeitet.
Das Angebot wurde für die Ausbildung von Trainerinnen und Trainern im E-Sport konzipiert. Die Inhalte des Moduls eignen sich aber auch für andere Settings, zum Beispiel in Jugendzentren oder Schulklassen.
Raum: Gartensaal
Das Serious Game „Hass?! Nicht mein Style!“ vermittelt Themen der Rechtsextremismusprävention auf interaktive und niedrigschwellige Weise. Die Teilnehmenden erleben ausgewählte Spielsequenzen selbst und setzen sich mit rechtsextremen Codes, Symbolen und Narrativen sowie aktuellen Trends wie „Alpha Males“ oder „Tradwives“ auseinander. Anschließend werden Potenziale, Herausforderungen und Einsatzmöglichkeiten des Formats in Schule, Jugend- und Bildungsarbeit gemeinsam diskutiert.
Der Thementisch bietet praxisnahe Einblicke in eine spielerische Methode zur Förderung demokratischer Haltung und kritischer Medienkompetenz.
Raum: Gartensaal
Die Unterrichtseinheit mit dem Originaltitel „Männlichkeit und Autorität“ wurde im Rahmen des KOOP-Seminars im Master-of-Education-Studiengang Sozialwissenschaften erarbeitet und mit einer 11. Klasse einer Gesamtschule durchgeführt.
Im World Café wird diese Unterrichtseinheit mit Fokus auf das Phänomen der Manosphere vorgestellt werden. Dabei sollen die Schnittpunkte zwischen rechtsextremistischen Überzeugungen und der Manosphere ebenfalls deutlich gemacht werden.
Zur Diskussion sollen u.a. die Umsetzbarkeit der Unterrichtsreihe, die Anknüpfungspunkte an die Lebensrealität der Schülerinnen und Schüler und die Funktion der Manosphere als ideologische Brücke zum Rechtsextremismus stehen.
Raum: Gartensaal
Rechtsextremistische Akteure werben zunehmend über soziale Medien, Jugendkulturen, Musik, Lifestyle- Angebote und niedrigschwellige Treffpunkte um junge Menschen. Fachkräfte aus Schule, Jugendhilfe und Bildungsarbeit begegnen diesen Entwicklungen häufig im Berufsalltag, fühlen sich jedoch oftmals unsicher im Umgang mit entsprechenden Situationen.
Am Thementisch lernen die Teilnehmenden eine praxisorientierte Methode kennen, die anhand realitätsnaher Fallbeispiele Handlungssicherheit im Umgang mit rechtsextremen Orientierungen, menschenfeindlichen Aussagen und Rekrutierungsversuchen vermittelt. Die Fälle orientieren sich an aktuellen Entwicklungen aus der Praxis und laden dazu ein, gemeinsam Handlungsoptionen zu erarbeiten, Herausforderungen zu reflektieren und Erfahrungen auszutauschen.
Ziel ist es, Fachkräfte für Erscheinungsformen des modernen Rechtsextremismus zu sensibilisieren und ihre Handlungskompetenz im beruflichen Kontext zu stärken.
Raum: Eingangsbereich
Der Thementisch bietet Einblicke in die kommunale Präventionspraxis der Stadt Dortmund im Umgang mit Rechtsextremismus, Antisemitismus, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Ultranationalismus. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie kommunale Strukturen genutzt werden können, um demokratiefeindlichen Entwicklungen frühzeitig zu begegnen, Akteurinnen und Akteure zu sensibilisieren und nachhaltige Präventionsarbeit vor Ort zu stärken.
Ausgehend von langjährigen Erfahrungen werden praxisnahe Ansätze der Informations-, Sensibilisierungs- und Netzwerkarbeit vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Rolle der Koordinierungsstelle als Schnittstelle zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft und Kommunalpolitik.
Der Thementisch greift zudem die Novellierung des bisherigen Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus auf. Anhand dieses Prozesses werden Herausforderungen einer kommunalen Gesamtstrategie zur Demokratieförderung und Extremismusprävention praxisnah dargestellt und reflektiert.
